Antworten für KMU

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Firmengründung, Buchhaltung, MWST, Löhne, Steuern und Digitalisierung – speziell für Schweizer KMU.

Firmengründung

(7 Fragen)
Welche Rechtsform ist die richtige für mich?
Die passende Rechtsform hängt vor allem von Haftung, Steuern, Kapitalbedarf, Investorenplänen und Administrationsaufwand ab.

Einzelfirma: Schnell und günstig, aber Sie haften persönlich mit Ihrem Privatvermögen.
GmbH (Stammkapital CHF 20'000): Haftungsbeschränkt, professioneller Auftritt, gut für KMU.
AG (Kapital CHF 100'000, mind. CHF 50'000 einbezahlt): Ideal bei grösseren Vorhaben, mehreren Investoren oder späterem Verkauf.

Wir zeigen Ihnen im Erstgespräch klar, welche Struktur für Ihre Situation wirtschaftlich am sinnvollsten ist.
Was kostet eine GmbH-Gründung?
Je nach Kanton und Notariat müssen Sie typischerweise mit CHF 2'000 bis CHF 4'000 für Gründungskosten rechnen (Notar, Handelsregister, Kapitalbestätigung, Dokumente).

Das Stammkapital von CHF 20'000 kommt zusätzlich dazu (bleibt im Unternehmen verfügbar).

Bei MRG Treuhand begleiten wir Firmengründungen auf Wunsch mit Fixpreis, damit Sie die Kosten im Voraus kennen.
Brauche ich einen Notar für die Gründung?
Einzelfirma: In der Regel kein Notar nötig.
GmbH / AG: Ja – die Gründung muss öffentlich beurkundet werden.

Wir koordinieren alle Unterlagen und organisieren den Notartermin für Sie.
Wie lange dauert eine Firmengründung?
Einzelfirma: Meist wenige Tage (je nach Handelsregisteramt).
GmbH / AG: Meist 2 bis 4 Wochen (Kontoeröffnung, Notartermin, HR-Eintrag).

Wir beschleunigen den Prozess, indem wir die Schritte parallel vorbereiten.
Muss ich mich bei AHV und MWST anmelden?
Ja, je nach Situation.

AHV-Ausgleichskasse: Selbständigerwerbende müssen sich anmelden.
GmbH/AG: Geschäftsführende gelten grundsätzlich als Angestellte der eigenen Firma.
MWST: Registrierung ist in der Regel ab CHF 100'000 massgebendem Jahresumsatz obligatorisch. Eine freiwillige Registrierung ist möglich und kann je nach Geschäftsmodell sinnvoll sein.

Wir übernehmen für Sie die komplette Anmeldung inkl. MWST/Sozialversicherungen.
Einzelfirma in GmbH umwandeln – wann lohnt sich das?
Eine Umwandlung lohnt sich häufig, wenn:

• das Haftungsrisiko steigt
• Mitarbeiter eingestellt werden
• oder ein höherer Gewinn erzielt wird

Als grobe Faustregel kann sich eine GmbH ab einem Gewinn von ca. CHF 100'000–150'000 lohnen – aber das hängt stark vom Kanton und der Lohn-/Dividendengestaltung ab.

Wir rechnen beide Varianten konkret durch, bevor Sie entscheiden.
Was ist bei ausländischen Gründern zu beachten?
Für GmbH/AG gilt: Es muss mindestens eine zeichnungsberechtigte Person mit Wohnsitz in der Schweiz vorhanden sein.

Je nach Herkunftsland gelten unterschiedliche Anforderungen (EU/EFTA meist einfacher).

Wir prüfen Ihre Situation sauber und helfen bei der richtigen Struktur.

Buchhaltung

(7 Fragen)
Was kostet Buchhaltung bei MRG Treuhand?
Unsere Buchhaltungspakete starten ab CHF 240.– pro Monat (Kleinstunternehmen). Der definitive Preis hängt ab von:

• Belegvolumen
• Mitarbeiterzahl
• MWST / Quellensteuer
• Komplexität und Branche

Im kostenlosen Erstgespräch erhalten Sie einen klaren Fixpreis-Vorschlag.
Wie sende ich meine Belege?
So, wie es für Sie am einfachsten ist:

• Upload (Portal / App)
• E-Mail
• Scan
• Post

Ziel: möglichst papierlos und effizient.
Welche Buchhaltungssoftware nutzt ihr?
Wir arbeiten je nach Bedarf mit:

bexio
Abacus
Klara
• und weiteren Lösungen (z.B. Schnittstellen Bank / Lohn)

Wenn Sie bereits eine Software nutzen, übernehmen wir meistens direkt Ihre bestehende Umgebung.
Was ist in der monatlichen Pauschale enthalten?
Typischerweise enthalten:

• Belegerfassung / Kontierung
• Bankabgleich
• Debitoren / Kreditoren
• MWST-Abrechnung (wenn vereinbart)
• Laufende Abstimmungen

Nicht automatisch enthalten (je nach Paket):

• Jahresabschluss
• Steuererklärung
• Spezialthemen (z.B. Umstrukturierung, Nacharbeiten Altjahre, MWST-Korrekturen)

Sie erhalten immer ein transparentes Angebot mit klarer Abgrenzung.
Brauche ich eine Revisionsstelle?
Viele KMU können auf eine Revision verzichten (Opting-out), wenn:

• weniger als 10 Vollzeitstellen bestehen
• alle Gesellschafter zustimmen

Wir klären das mit Ihnen und übernehmen den Handelsregistereintrag.
Wie lange müssen Belege aufbewahrt werden?
Gemäss OR Art. 958f müssen Geschäftsbücher und Belege 10 Jahre aufbewahrt werden.

Die Aufbewahrung darf digital erfolgen, wenn die Dokumente:

• unveränderbar gespeichert werden
• jederzeit abrufbar sind
Könnt ihr mitten im Jahr übernehmen?
Ja. Ein Treuhänderwechsel ist grundsätzlich jederzeit möglich.

Wir holen die Unterlagen beim bisherigen Treuhänder ein, prüfen die Situation und übernehmen strukturiert und fristgerecht.

MWST

(7 Fragen)
Ab wann bin ich MWST-pflichtig?
In der Regel ab CHF 100'000 massgebendem Jahresumsatz ist eine Registrierung obligatorisch.

Eine freiwillige Anmeldung kann sinnvoll sein, wenn:

• hohe Investitionen anstehen
• viele Vorsteuern entstehen
• B2B-Geschäft dominiert
Saldosteuersatz oder effektive Methode?
Saldosteuersatz: Sehr einfach, lohnt sich bei tiefen Vorsteuern.
Effektive Methode: Besser bei hohen Kosten, Investitionen oder Materialeinsatz.

Wir vergleichen beide Varianten anhand Ihrer Zahlen.
Welche MWST-Sätze gelten aktuell?
Seit 1. Januar 2024:

Normalsatz: 8.1%
Reduzierter Satz: 2.6%
Beherbergung: 3.8%

Bei der Saldosteuersatzmethode gelten branchenspezifische Sätze.
Was ist die Bezugsteuer?
Wenn Sie Dienstleistungen aus dem Ausland beziehen (z.B. Software, Werbung, Beratung), kann Bezugsteuer (Reverse Charge) anfallen.

Typische Beispiele:

• Google Ads
• Meta Ads
• Adobe / Microsoft
• Internationale Berater

Wir prüfen das sauber, weil hier oft Nachbelastungen entstehen.
Wann muss die MWST-Abrechnung eingereicht werden?
Je nach Abrechnung:

Quartalsweise oder halbjährlich (je nach Bewilligung/Regelung)

Die Frist beträgt in der Regel 60 Tage nach Periodenende.
Verspätungen führen zu Verzugszinsen.
Sind Exporte MWST-befreit?
Ja, Exporte sind grundsätzlich steuerbefreit (Nullsatz).

Wichtig: Die Befreiung gilt nur, wenn die Nachweise sauber dokumentiert sind (Zolldokumente, Belege, etc.).
MWST-Methode wechseln – geht das?
Ja. Ein Methodenwechsel ist grundsätzlich per 1. Januar möglich.

Saldosteuersatz → effektiv: Grundsätzlich möglich per Jahresbeginn.
Effektiv → Saldosteuersatz: In der Regel erst nach einer Mindestdauer (meist 3 Jahre).

Die Meldung muss in der Praxis bis spätestens Ende Februar des Wechseljahres erfolgen (über das ESTV-Portal).

Wir übernehmen die Prüfung und melden den Wechsel korrekt an.

Löhne & Sozialversicherungen

(7 Fragen)
Was kostet eine Lohnabrechnung?
Lohnabrechnung ab CHF 35 pro Mitarbeiter/Monat (Minimum CHF 70.–).

Je nach Paket und Anzahl Mitarbeitende bieten wir Lohnabrechnung als:

• integrierten Bestandteil
• oder Zusatzmodul

Sie erhalten einen Fixpreis je nach Aufwand.
Was sind die aktuellen AHV/IV/EO-Beiträge?
Aktuell (Stand: 01.01.2026):

AHV/IV/EO total: 10.6%
• Arbeitnehmer: 5.3%
• Arbeitgeber: 5.3%

Zusätzlich je nach Firma:

• ALV
• Unfallversicherung
• BVG
• Familienzulagen (FAK)
• Quellensteuer (falls relevant)
Was ist Quellensteuer und wer bezahlt sie?
Quellensteuer betrifft Mitarbeitende ohne Niederlassungsbewilligung C.

Der Arbeitgeber zieht sie direkt vom Lohn ab und überweist sie ans Steueramt.
Wie funktioniert der 13. Monatslohn?
Ein 13. Monatslohn ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber oft im Vertrag oder GAV geregelt.

Die Auszahlung erfolgt meist:

• im Dezember oder
• in zwei Tranchen

Sozialversicherungen fallen normal an.
BVG: Ab wann muss ich Mitarbeiter versichern?
Grundsätzlich ab Überschreiten der Eintrittsschwelle (jährlicher Mindestlohn).

Die konkreten Grenzbeträge ändern sich regelmässig – wir prüfen das jährlich für Sie.
Was ist Swissdec?
Swissdec ist der Schweizer Standard für den elektronischen Lohndatenaustausch.

Damit können Lohndaten zentral an AHV, UVG, Quellensteuer und weitere Stellen übermittelt werden.
Könnt ihr auch Stundenlohn-Mitarbeiter abrechnen?
Ja. Wir rechnen:

• Stundenlohn
• Monatslohn
• Mischmodelle

Ferien werden entweder separat geführt oder als Zuschlag ausbezahlt (z.B. 8.33% bei 4 Wochen Ferien).

Steuern

(7 Fragen)
Was kostet die Steuererklärung für meine Firma?
Wir bieten Steuererklärungen als Pauschale ab CHF 500 an (Einzelfirma einfach) bis ca. CHF 2'000 (komplexe GmbH/AG). Der Preis hängt von der Komplexität ab. Oft ist die Steuererklärung Teil unseres Jahrespakets.
Welche Steueroptimierungen sind für KMU möglich?
Die wichtigsten Hebel:

Säule 3a (max. CHF 7'258 bzw. 20% des Nettoeinkommens für Selbständige, max. CHF 36'288)
Investitionen zeitlich planen
Abschreibungen optimieren
Gewinnglättung
• Bei höheren Gewinnen die Rechtsform-Frage (GmbH mit Dividende vs. Einzelfirma)

Wir zeigen konkrete Einsparungen.
Wann muss die Steuererklärung eingereicht werden?
Im Kanton Thurgau: 31. März (natürliche Personen) bzw. 30. Juni/30. September (juristische Personen, je nach Geschäftsjahr). Eine Fristverlängerung ist meist problemlos möglich – wir beantragen sie bei Bedarf für Sie.
Was ist der Unterschied zwischen Gewinnsteuer und Einkommenssteuer?
Juristische Personen (GmbH, AG) zahlen Gewinn- und Kapitalsteuer. Natürliche Personen (Einzelfirma) versteuern den Geschäftsgewinn als Einkommen (progressiver Steuertarif). Bei höheren Gewinnen kann die GmbH-Struktur steuerlich günstiger sein (Dividendenbesteuerung).
Wie funktioniert die Dividendenbesteuerung?
Dividenden aus qualifizierten Beteiligungen (über 10%) werden bei Bund und Kanton reduziert besteuert. Im Kanton Thurgau werden ca. 50–70% der Dividende als Einkommen besteuert. Das macht die GmbH-Struktur ab gewissen Gewinnen steuerlich attraktiv.
Was mache ich bei einer Steuernachforderung?
Prüfen Sie die Veranlagung sorgfältig. Falls Sie mit der Einschätzung nicht einverstanden sind, können Sie innert 30 Tagen Einsprache erheben. Wir unterstützen Sie bei der Prüfung und Einsprache – oft lassen sich Korrekturen erreichen.
Muss ich als KMU provisorische Steuern bezahlen?
Ja, die meisten Kantone erheben provisorische Steuerrechnungen basierend auf dem Vorjahreseinkommen/-gewinn. Bezahlen Sie diese pünktlich – bei Verzug fallen Verzugszinsen an. Bei stark veränderten Verhältnissen können Sie eine Anpassung beantragen.

Digitalisierung

(7 Fragen)
Kann ich meine Belege komplett digital verwalten?
Ja, seit der Revision des OR Art. 958f ist die rein digitale Aufbewahrung von Belegen in der Schweiz erlaubt. Voraussetzung: Die Belege müssen unveränderbar gespeichert und während 10 Jahren abrufbar sein. Wir setzen das für Sie um.
Welche Tools nutzt MRG Treuhand?
Wir arbeiten mit bexio (Buchhaltung), Abacus (Lohn), verschiedenen Beleg-Apps und KI-gestützter Belegerfassung. Für die Kommunikation nutzen wir sichere Kanäle. Alle Tools sind Schweizer-gehostet oder nDSG-konform.
Wie sicher sind meine Daten bei digitaler Buchhaltung?
Sehr sicher. Das neue Datenschutzgesetz (nDSG) halten wir vollständig ein. Wir setzen – wo möglich – auf Schweizer Hosting, Verschlüsselung und strikte Zugriffsrechte.
Was bringt KI in der Buchhaltung wirklich?
KI beschleunigt Routineaufgaben: automatische Belegerfassung, Kontierungsvorschläge, automatischer Bankabgleich. Aber: Komplexe Buchungen, MWST-Sonderfälle und Steueroptimierung brauchen weiterhin den Menschen. KI ist Werkzeug, kein Ersatz.
Kann ich von Excel auf eine richtige Buchhaltung umsteigen?
Ja, und es lohnt sich. Eine professionelle Buchhaltungssoftware bietet automatischen Bankabgleich, MWST-Berechnung, Mahnwesen und Reports – Dinge, die Excel nicht kann. Wir migrieren Ihre Daten und schulen Sie bei Bedarf ein.
Wie läuft die Zusammenarbeit digital ab?
Ganz einfach: Belege per App oder E-Mail senden, Bankanbindung automatisch, Besprechungen per Video-Call oder Telefon. Sie brauchen nie zu uns ins Büro zu kommen (können aber natürlich). Die meisten unserer Kunden sehen wir nur zum Jahresgespräch persönlich.
Brauche ich als kleines KMU wirklich Digitalisierung?
Ja, gerade kleine KMU profitieren am meisten: Weniger Papier, schnellere Abschlüsse, weniger Fehler, mehr Zeit fürs Kerngeschäft. Der Einstieg ist einfacher als gedacht – oft reicht ein Smartphone und eine App. Wir zeigen Ihnen, welche Schritte den grössten Effekt haben.

Ihre Frage nicht dabei?

Jede Situation ist individuell. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns – wir beantworten Ihre Fragen persönlich und unverbindlich.